Green Lantern

“Ich geh mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne
und unten leuchten wir.”

Wer bei dem Titel von DCs aktuellstem Kinofilm zuerst dieses Lied im Kopf hat liegt garnicht so falsch – und könnte doch von der Wahrheit kaum weiter entfernt sein. “Green Lantern” ist eine Filmadaption des Superhelden gleichen Namens, der im Jahre 1940 von Bill Finger und Martin Nodell erdacht und erschaffen wurde.

Der Erdenbürger Hal Jordan, im Film gespielt von Ryan Reynolds, findet eines lauen Abends an einem Strand ein abgestürztes Raumschiff mit einem lila Alien, das ihm einen Ring überreicht. Dieser Ring macht ihn zum Superhelden – und in diesem Fall ist Superheld durchaus wörtlich zu verstehen.

Ich gebe es gerne zu, ich bin nicht zwangsläufig Fan der DC Comics. Die Charaktere empfand ich mit Ausnahme von Batman und eben Green Lantern immer als … ich weiss auch nicht … fade. Flash, Wonder Woman, Aquaman waren alle für mich einfach nicht ansprechend – und Superman war der langweiligste Superheld von allen. Unverwundbar, superstark, superschnell, Hitzeblick, Röntgenblick, Kälteatem, die Zeit zurückdrehen – give it a rest, guys!

Umso erfreuter war ich, dass Green Lantern verfilmt wurde – und dieser Film hat meine Erwartungen mehr als nur erfüllt. Er ist all das, was man sich unter einem Comic-Film erwartet. Große Bilder, gewaltige Schauplätze, Action die total “over the top” ist, schlechte Sprüche wie sie in einen Comic gehören – der Film hatte einfach alles was einem Comic-Fan das Herz aufgehen lässt.

Die Schauspieler waren gut gewählt, die “Love Story” die inzwischen ja schon obligatorisch in Filmen vorkommen muss, wirkt nicht aufgesetzt, optisch war der Film eine Augenweide und die Zeit verging wie im Fluge. Lediglich der Gegner des Lantern Corps hätte etwas besser gewählt sein können – mit nicht-humanoiden Feinden identifiziert man sich einfach nicht so gut und kann ihn daher nicht wirklich als “Feind” wahrnehmen – außerdem erinnert er zusehr an Galactus aus “Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer”.

Meine Bewertung sieht daher wie folgt aus:

Bewertung: ★★★★★★★★½☆ 

Die Grüne Laterne erhält von mir also 8,5 Punkte auf der nach oben geschlossenen t-square Skala. Großartiges Popcorn Kino ohne allzuviel Tiefgang – ein Fest für Fans von Action-Komödien und Comic Verfilmungen und wird von mir mehr als empfohlen!

Und weil Warner Bros. es zumindest ab und an versteht, die neuen Medien zu nutzen hier noch ein gar unterhaltsamer Link (der gern auch zum Mitmachen einlädt).

In diesem Sinne:

“In brightest day, in blackest night
no evil shall escape my sight.
Let those who worship evil’s might
beware my power – Green Lantern’s light.”

“Am hellsten Tag,in schwärzester Nacht
entgeht nichts böses meiner Wacht.
Wer finsteren Mächten sich verspricht
der hüte sich vor Green Lanterns Licht.”

(Kommt auf deutsch fast genausogut rüber wie auf englisch) :)

Ein Kommentar

  1. [...] zweite Sache wäre die Veränderung, die von DC an Superman vorgenommen wurde. Wie an anderer Stelle erwähnt bin ich nun wirklich kein Fan vom Wonderboy von Krypton, im Gegentum, meist langweilte er mich. Ich [...]

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