Diablo 3 Beta – huzzah! (Update)

Froide schöner Götterfunke, Tochter aus Elysium.
Wir betreten feuertrunken, Himmlische, dein Heiligtum.

Diablo 3 Logon Screen

Heute Morgen war sie da – die Einladung zur wohl heissest begehrten Beta seit langem – die Family & Friends Beta von Diablo 3. Also gleich mal den Client heruntergeladen (ca. 3gb) und dann freudig losgespielt. Angenehm aufgefallen ist, dass Blizzard den Increment Patcher, den sie bereits in World of Warcraft eingeführt haben, auch für D3 verwenden – was bedeutet, dass man nachdem die ersten, wichtigsten Spielinhalte geladen wurden, direkt loslegen kann, während der Rest im Hintergrund geladen und installiert wird.

Das Spiel ist derzeit noch ohne Rendervideos, welche für eine Beta ja auch unnötig wären, ist also recht flott geladen und installiert und man kann direkt in die Action stürzen. Es stehen bereits alle fünf Klassen zur Verfügung, und die Charaktererstellung ist einfach wie immer: Klasse, Geschlecht, Name – feddisch.

Ich habe mich bei meinen ersten Charakter für einen Monk namens Karathon entschieden – einfach weil ich in meiner Dungeons & Dragons Runde auch einen Monk spiele. Bis dato gefällt das Spiel mal sehr gut – kurzweilig wie immer. Gleich beim betreten der Spielwelt hat man die Möglichkeit, ein offenes Spiel zu erstellen, einem Spiel beizutreten oder ein privates Spiel zu starten, in welches Freunde nur auf Einladung hin einsteigen können.

Ein paar sehr schöne Änderungen, die man im Lauf des Spiels mitbekommt, sind die Einführung des “Cauldron of Jordan” und des “Nephalem Cube”. Für mich zumindest waren sie neu – keine Ahnung ob es diese Gegenstände am Ende von D2 auch gegeben hat – ich hatte sie nie.

Cauldron of Jordan

Der Cauldron erlaubt es, auch unterwegs und jederzeit Gegenstände zu verkaufen, was die Townportals damit ersetzt, da es kein volles Inventar mehr gibt.

Nephalem Cube

Der Nephalem Cube ermöglicht es, Gegenstände nicht zu verkaufen sondern in ihre Bestandteile zu zerlegen, welche dann für das Crafting genutzt werden können. Da ich erst Level 6 bin habe ich noch keinen Craftingberuf – somit konnte ich das noch nicht testen.

Auch neu sind meines Wissens nach die Records. Das Spiel führt Buch darüber, welche Heldentaten man vollbringt. Darunter fallen, wieviele Gegenstände man gleichzeitig, beziehungsweise in einer Angriffsserie zerstört, wieviele Gegner man auf einmal erschlägt etc.pp.

Records

Wo im Spiel man diese nachsehen kann habe ich noch nicht herausgefunden – eventuell kommt diese Funktion ja noch – immerhin ist’s noch eine Beta.

Bis dato gefällt das Spiel sehr gut. Eine Punkteverteilung möchte ich derzeit noch nicht machen, da es ja noch keine Finalversion ist, aber ich werde in regelmässigen Abständen Updates posten.

Update:

Hier also, wie versprochen, ein Update mit etwas ausführlicherem Testbericht.

Diablo 3 spielt sich faktisch wie seine Vorgänger – es wurde wenig am Design verändert und es kommt sofort das gute alte Diablo Feeling wieder auf. Wie ursprünglich erwähnt, stehen bereits alle fünf Charakterklassen zur Verfügung, namentlich Barbar, Dämonenjäger, Hexendoktor, Mönch und Zauberer, welche alle sowohl in männlicher als auch in weiblicher Variation zur Verfügung stehen.

Die Charaktere haben alle sehr viel Charme und Persönlichkeit, so glänzt der Zauberer durch eine Überheblichkeit und Selbstverliebtheit, die ihn mir sehr sympathisch macht, der Mönch ist von der Richtigkeit und Wichtigkeit seines Tuns überzeit während der Barbar eher pragmatisch-stoisch wirkt – außer im Kampf (qel surprise!). Alle Charaktere sind sehr schön vertont und auch bei der Interaktion mit den anderen NPCs, seien es Händler, Handwerksnpcs oder Begleiter (zu letzteren beiden etwas mehr weiter unten) merkt man wieder, wieviel Liebe Blizzard ins Detail gesteckt hat. Die Charaktere wirken sehr lebendig und plastisch, was es einem leicht macht, sich in sie hinein zu versetzen.

Die Charaktere haben alle eine ähnliche aber doch gänzlch andere Spielweise. Während der Zauberer arkane Macht als Ressource verwendet, die sich von selbst relativ schnell wieder aufbaut, baut der Barbar im Kampf durch seine Angriffe, aber auch dadurch, verletzt zu werden, Wut auf, die er danach in besonders verheerende Attacken kanalisiert. Eine deutliche Änderung zum Vorgänger ist das neue Fertigkeiten-System. Insgesamt stehen dem Spieler in Diablo 3 pro Charakter sechs Fertigkeitenslots zur Verfügung, in welchen er Angriffe, Heilungen, Verstärkungszauber oder Beschwörungen vorbereiten kann. Zu Beginn stehen zwei dieser Slots zur Verfügung, die restlichen werden in den Stufen 6, 12, 18 und 24 freigespielt – und zwei dieser Fähigkeiten können auch auf die Maustasten gelegt werden, der Rest wird per Tastatur aufgerufen (oder per Maus, wenn man eine Mehrtasten-Maus hat). Zusätzlich gibt es noch drei passive Slots mit Verbesserungen, die permanent aktiv sind und nicht aktiviert werden müssen, die auf den Stufen 10, 20 und 30 freigespielt werden.

Kommen wir nun zu den Fähigkeiten selbst. Jeder Charakter beginnt das Spiel mit zwei bereits bekannten Fähigkeiten, im Lauf des Spiels kommen aber um die 20 neuen dazu. Die Fähigkeiten, die man vorbereitet hat (und damit im Kampf aktivieren kann) wird man laut Angaben von Blizzard auch während des Spiels wechseln können (nur ob es im Kampf möglich sein wird steht noch nicht fest – in der aktuellen Phase der Beta ist es möglich). Mit erreichen der 10. Stufe stehen zwei passive Fähigkeiten zur Verfügung, deren Anzhal sich im Laufe des Stufenaufstiegs auf 13 erhöht.

Neu ist auch, dass es nun nicht mehr notwendig ist, zweiunddrölfzig Stadtportal-Schriftrollen mit sich herumzuschleppen. Nach dem Beenden der dritten Quest erhält man den Stone of Recall, welcher genauso funktioniert, aber keinen Platz im Inventar braucht. Für das Aktivieren des Steins sind aber etwa fünf Sekunden nötig, sodass es nicht machbar sein wird, ihn im Kampf zu benutzen.

Diablo 3 Stone of Recall

In der Beta ist es aktuell nur möglich, den ersten Akt (oder evtl. auch nur einen Teil desselben) im Normalmodus zu spielen, Nightmare und Hell Modus sowie der Hardcore Modus stehen noch nicht zur Verfügung. Nach beenden der vierten Quest wird man mit folgendem Bildschirm “belohnt”:

Diablo 3 End of Beta

Ich war zunächst überrascht, finde es jedoch nicht weiter verwunderlich. Immerhin handelt es sich bei Diablo im ein Spiel, das durchaus, nach eigenem Belieben, als Singleplayer Game gespielt werden kann – und hier das komplette Spiel zur Verfügung zu stellen wäre dann doch sehr schlechte Politik und würde viel von den möglichen Überraschungen vorwegnehmen. Nach dem erstmaligen Durchspielen kann man mit seinem Charakter in bester Diablo Manier erneut spielen, um den Charakter weiter zu leveln. Ab dem zweiten Durchspielen ist es auch möglich, direkt zu einer der vier Quests zu springen. Wie immer bei Diablo werden die Dungeons dynamisch generiert – und bei der Erstellung der Dungeons können natürlich auch wieder verschiedene Nebenquests auftauchen (ich hatte in meinen bisherigen Playthroughs drei verschiedene Nebenquests, wenn ich nicht irre).

Wie bereits versprochen, kommen wir nun zu den Begleitern und Handwerkern. In Diablo 3 wird es drei verschiedene Begleiter geben, die einem im Einzelspielermodus (und nur im Einzelspielermodus) hilfreich zur Seite stehen – den Schuft, den Templer und die Verzauberin. In der Beta ist aktuell nur der Templer vertreten. Die Begleiter sollen alle recht früh im Spiel zugänglich sein und werden durch das Lösen einer jeweils auf sie zugeschneiderten Quest freigeschalten. Die Begleiter haben vier Fähigkeitsslots, die auf den Stufen 5, 10, 15 und 20 freigeschalten werden. Weiters verfügen die Begleiter über Inventarslots für Haupt- und Zweithand, zwei Ringe, eine Halskette und einen speziellen Slot für den jeweiligen Begleiter, der mit Stufe 18 freigeschalten wird. Die Fähigkeiten der Begleiter können, nachdem sie einmal erlernt wurden, gegen Gold neu verteilt werden. Es kann immer nur ein Begleiter dem Charakter beistehen.

Diablo 3 Begleiter

Auch von den Handwerkern wird es im Spiel drei verschiedene geben: den Juwelier, die Mystikerin und den Schmied. In der Beta kommt nur der Schmied vor, der nach dem Beenden der dritten Quest zur Verfügung steht. Beim Schmied kann man wie gewohnt seine Ausrüstung reparieren und sich neuerdings auch Gegenstände herstellen lassen. Dazu müssen (magische) Gegenstände mit dem Nephalem Cube in ihre Einzelteile zerlegt werden, aus welchen der Schmied anschließend neue Waffen und Rüstungen fertigt. Zu beginn stehen dem Schmied nur sehr wenige Rezepte zur Verfügung, jedoch können diese auf zweierlei Arten erweitert werden. Zum einen kann man im Spiel direkt Baupläne für bestimmte Waffen und Rüstungen finden, welche man einfach bei geöffnetem Handwerksfenster im Inventar rechtsklickt oder aber man “levelt” den Schmied. Im Laufe des Spiels findet man immer wieder “Pages of Training”, von denen man fünf Stück zu einem “Tome of Training” kombinieren kann. Mit diesem geht man zum Schmied und in Kombination mit etwas Gold und ein paar anderen Ressourcen kann der Schmied etwas weiter aufsteigen und lernt ebenfalls neue Rezepte. Besonders gut gefällt hier, dass die Stufe des Schmieds für alle Charaktere eines Accounts gilt – levelle ich also mit meinem Mönch den Schmied und bastle mir anschließend eine Hexendoktorin, kann ich mir mit dieser auch schon die besseren Waffen und Rüstungen bauen lassen, die sie nach erreichen des benötigten Mindestlevels dann auch verwenden kann, ohne erneut die Tomes of Training sammeln zu müssen.

Diablo 3 Crafting 1

Diablo 3 Crafting 2

Diablo 3 Crafting 3

Diablo 3 Crafting 4

Ein Punkt, der noch erwähnenswert ist, ist das Auktionshaus. In der Beta ist nur das “Gold-Auktionshaus” vertreten, bei welchem man Gegenstände gegen ingame Gold verkaufen beziehungsweise für selbiges kaufen kann. Es wird im finalen Spiel auch ein Echtgeld Auktionshaus geben, da auch früher schon Spieler bei Ebay und anderen Plattformen Gegenstände für Diablo gekauft haben. Da dies aber keine von Blizzard geführten Plattformen waren, konnten sich Spieler nie sicher sein, ob sie nicht um ihr Geld betrogen wurden – und das kam mehr als nur einmal vor. Außerdem möchte auch Blizzard am Kuchen mitnaschen und die Gebühren für solche Transaktionen lieber selbst einstreichen, als sie Ebay und Konsorten zu überlassen – was aus wirtschaftlicher Sicht durchaus nachvollziehbar ist.

Diablo 3 Auction House

Das AH ist simpel gehalten und dabei doch recht übersichtlich. Gekaufte Gegenstände werden in den Stash gelegt, also der Aufbewahrungstruhe, die von allen Charakteren eines Accounts geteilt wird und die für Gold erweitert werden kann.

Das wars im Großen und Ganzen von meiner Seite. Ich hätte nicht gedacht, dass mich eine vergleichsweise kurze Beta doch so gut unterhalten kann und bin mir recht Sicher, dass D3 ein Pflichtkauf werden wird. Wie Blizzard bereits angekündigt hat, wird der Release allerdings von “Ende 2011″ auf “Anfang 2012″ verschoben. Die Gerüchteküche brodelt, und eines der Gerüchte besagt, dass die Kritik der Betatester am Dämonenjäger sehr groß war, was zu einigen Änderungen an diesem Charakter führen könnte.

3 Kommentare

  1. Roman sagt:

    Wer spielt den schon Diablo!
    Du solltest endlich mal mit Mass Effect starten. Hier entgeht dir wirklich ne super Geschichte und ME3 kommt auch bald raus.
    Auf der anderen Seite werden wir bald alle vor Star Wars TOR sitzen, also lass die Finger von Diablo. :-)

  2. t sagt:

    Roman, Roman, Roman … für Diablo ist immer Zeit! :) Und was Singleplayer Games angeht spiel ich aktuell Deus Ex: Human Revolution – DAS is ein tolles Game!

  3. Imogen sagt:

    Webmaster do you want unlimited content for your page?
    Type in google:
    Stottai’s Rewriter

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

*