Archiv für 2011/10/14

Pandas im Nebel

Im September 2011 gelang es einem österreichischen Kamerateam ein paar Schnappschüsse einer der seltensten Spezies unserer Welt zu schießen – dem Französischen Panda (Ailuropoda melanoleuca francus), besser bekannt als “Sad Panda”. Gerüchten zufolge soll der Sad Panda eine Gegend in Frankreich bewohnen, jedoch galt er seit Jahren als ausgestorben und Berichte von Panda-Begegnungen galten als bloße Ammenmärchen.

Archivbild aus dem Buch “Wildtiere Lothringens”, veröffentlicht im Februar 1921:
Ailuropoda melanoleuca francus

“Es war als würde ein Traum wahr werden”, sagt Kameramann t, der glücklicherweise seine Kamera dabei hatte als er und sein Team dieser scheuen Kreatur begegneten. “Wir waren gerade in einem urbanan Teil Oberösterreichs unterwegs als wir ihn in einiger Entfernung sahen. Es versteckte sich in einem nebeldurchwaberten Gebäude der Stadt Linz. Dies ist gleichzeitig auch ein Beleg der Theorie, dass der Sad Panda keine ortsgebundene Kreatur ist sondern im Lauf seines Lebens große Distanzen überwindet. Wir wussten natürlich, dass dies eine einmalige Gelegenheit war die wir wahrnehmen mussten, deshalb folgten wir ihm leise und vorsichtig.”

Der Sad Panda im Nebel

“Was wir sahen war einfach nur atemberaubend”, erzählt t weiter. “Vom Panda nahm man bisher an er wäre ein Einzelgänger und würde die Gegenwart anderer meiden, doch wir sahen ihn mit einer Herde sogeannter “Web Reviewer” (Channelous Awesomeous employeous) im Stadtgebiet von Oberösterreichs Hauptstadt.”

Der Panda in der Herde

“Es ging sogar so weit, dass der Panda mutig genug wurde, Annäherungsversuche an eines der Weibchen der Herde zu starten – und dabei eines seiner seltenen Lächeln im Zuge eines Paarungsrituals zeigte! Aber das Alphamännchen des Rudels, ein Prachtexemplar eines “Benzaieus Master Bateus” hat den armen Panda recht schnell verjagt.”

Der amouröse Panda

“Das arme Geschöpf wirkte eine Zeit lang wie am Boden zerstört – eine weitere Sache die wir bei einer so simplen Kreature nicht für möglich gehalten hätten – was sogar so weit ging, dass es sich mit einem Exemplar seiner hauptsächlichen Beute, einem gewöhnlichen Waliser (Welshyus Gingerus) abgab.”

Der Panda mit gebrochenem Herzen

“Dieser Friede war allerdings nur von kurzer Dauer, und schon nach wenigen Minuten verlangte die Natur ihr Recht und der Panda vertrieb den Welshy in einem Anfall tierischer Wildheit – war aber zu deprimiert um ihm nachzujagen, zur Strecke zu bringen und sich von seinen Überresten zu ernähren.”

Der wütende Panda

“Nach etwas, das sich wie nur wenige Minuten anfühlte aber wohl fast einen halben Tag gedauert hatte mussten wir schließlich Abschied nehmen. Diese seltene Naturschönheit beobachten zu können war einer der großartigsten Momente in meinem Leben! Als wir den Sad Panda in den Nebel verschwinden sahen aus dem er gekommen war waren wir alle sehr bewegt und dankbar dafür, Teil dieser einmaligen Begegnung gewesen zu sein. Es liegt in unserer Pflicht als menschliche Rasse Verantwortung zu übernehmen und dafür Sorge zu tragen, dass der Sad Panda seine Heimat in Frankreich und den umliegenden Regionen wieder bevölkern kann um es unseren Kindern und Enkelkindern zu ermöglichen in einer Welt aufzuwachsen, die diese bemerkenswertes Wesen nicht nur aus Büchern kennt.”

Der Sad Panda zieht von dannen

Nach all dem Unfug möchte ich mich noch persönlich bei den Jungs und Mädels des Channel Awesome Teams sowie den Leuten der AniNite’11 und des AniManga Vereins dafür bedanken, diesen Tag zu einem der Highlights des Jahres für mich gemacht zu haben – und besonders bedanken möchte ich mich bei Sad Panda, der mir erlaubt hat diesen Unsinn zu schreiben und darin die Hauptrolle zu übernehmen. Ihr alle wart einfach nur großartig und ich hoffe sehr, euch nächstes Jahr auf der AniNite wiederzusehen!

AniNite’11 – ein Rückblick

Seit gut einem Monat ist sie nun rum, die AniNite’11. “Doch halt”, wird der geneigte Leser nun ausrufen, “AniNite? Wovon sprichst du, werter t?”

So will ich denn erläutern, womit ich im September fast eine Woche meines Lebens zugebracht habe. Die AniNite ist eine Anime- und Manga Convention, die alljährlch in Österreichs Hauptstadt stattfindet. Viele viele Verrückte aus der ganzen Welt treffen sich hier um sich über eines ihrer liebsten Hobbies zu informieren und auszutauschen: Die bunten, teils animierten Bildchen aus Japan, die lustige, spannende, traurige und manchmal auch erotische Geschichten zu erzählen wissen, wie es viele westliche Erzählformen nicht können.

Viele assoziieren mit Anime und Manga entweder kleine Mädchen in Schuluniformen oder sabbernde alte Männer, die auf selbige Mädchen stehen – doch mitnichten, Animes und Mangas haben längst den Einzug in alle Kultur- und Altersschichten geschafft. Auch sind die “Schmuddelstories” nur ein Teil des Kultes – viele Geschichten sind durchaus als moderne Märchen zu verstehen und haben keinen oder nur geringen erotischen Inhalt. Das Durchschnittsalter der Besucher dieser Convention lag meiner Schätzung nach bei um die 20 Jahre – aber es waren durchaus auch viele interessierte “ältere Semester” dabei, die sich auch die Wettbewerbe wie AMV oder Cosplay begeistert angesehen haben.

Wie, wird sich der Leser möglicherweise Fragen, verschlug es aber dich, oh t, auf jene AniNite? Nun – ich hatte den ersten Kontakt zur AniNite letztes Jahr – allerdings nur als Gast. Da ich sehr viel Spass hatte und sich durch Zufall herausstellte, dass einer meiner Kollegen einer der Hauptorganisatoren der Convention ist unterhielten wir uns immer mal wieder eingehend darüber. Eins fürhte zum anderen und schon stand ich in gelbem T-Shirt als einer der Securities auf der Convention herum, passte auf, dass alles mit rechten und auch linken Dingen zuging und half sowohl beim Auf- als auch beim Abbau.

Zu einem Wort zusammengefasst würde ich die AniNite und den Ablauf etwa wie folgt umschreiben: chaotisch, anstrengend, heiss, spannend, abwechslungsreich, chaotisch, lustig, anstrengend und chaotisch. Würde ich es wieder machen? Nun, das kommt darauf an, ob ich nächstes Jahr noch erwünscht bin. Von meiner Seite aus kann ich nur mit einem lauten “JA!” antworten – ich hatte schon lange nicht mehr soviel Spass wie an diesen Tagen.

Mag es auch anstrengend und chaotisch gewesen sein, so ist das doch bei jeder Veranstaltung größeren Ausmaßes so – und die neue Location (die AniNite war dieses Jahr zum ersten Mal in der Technischen Universität Wien) tat ihr übriges dazu. Das Team war aber durch die Bank nett und lustig und es hat sehr viel Spass gemacht mit ihnen allen zusammenzuarbeiten!

Auch war es großartig, die Stargäste persönlich kennenzulernen, als da waren: You Higuri, Tsutomu Nihei, Hans Canosa, Doug Walker aka “The Nostalgia Critic“, Noah Antwiler aka “Spoony“, Benjamin Daniel aka “Benzaie“, Julien Diaz aka “Sad Panda” and Mat Wiliams aka “Welshy” vom Channel Awesome / thatguywiththeglasses.com, die allesamt aufgeschlossene, nette Leute sind – und das obwohl einige Franzosen sind!

Ich für meinen Teil freue mich schon aufs nächste Jahr und kann es kaum noch erwarten!