Archiv für Alltägliches

Crowd Funding – Wer braucht schon Publisher?

Ein neuer Trend im weiten Netz der Welt ist Crowd Funding – klingt hip, jung und mordern. Doch was ist Crowd Funding eigentlich und wie kann es mein Leben verbessern?

Beim Crowd Funding geht es darum, dass kleine Start-Up Unternehmen Finanzierungen für ihre Projekte, seien es Bücher, Filme, Spiele, Internetplattformen oder vieles mehr nicht von großen Firmen suchen und sich somit an einen übermächtigen Geldgeber hängen, sondern bei den Leuten, für die ihre Produkte gedacht sind und die von der Idee begeistert sind und sie später auch nutzen möchten. Das hat für die Start-Ups den Vorteil, dass sie in ihren Entscheidungen unabhängig bleiben, und sich nicht, am Beispiel eines Computerspiels gemessen, von einem Publisher Features oder Releasetermine aufdiktieren lassen müssen. Gleichzeitig kommen sie aber quasi schon im Vorhinein an das Geld, das die Leute, die ihr Produkt später kaufen würden bezahlen würden.

Ich wurde das erste Mal auf Crowd Funding aufmerksam durch den Film Iron Sky, bei dem die Produzenten den Fans die Möglichkeit gaben, sich an den Kosten des Films zu beteiligen, um dafür dann ein paar Goodies zu erhalten (den Sound Track des Films, eine signierte BluRay Version etc.pp.), deren Umfang abhängig vom eigenen Beitrag war.

Ein weiteres gutes Beispiel für diese Art der Finanzierung ist die Firma Kickstarter, die eine Plattform für Start-Ups zur verfügung stellt. Eines der Projekte, welches mir besonders am Herzen liegt und ich auch selbst unterstütze, ist Shadowrun Returns.

I am a Shadowrun Backer

Bei Shadowrun Returns haben sich die Entwickler des großartigen cyberpunk Pen & Paper RPGs Shadowrun zusammengesetzt, um für die große Zahl der Fans ein Computerspiel zu entwickeln, dass ihren Vorstellungen entsprach und nicht denen der großen Publisher Studios. Die Entwickler baten um insgesamt 400.000 US Dollar – und hatten innerhalb der ersten zwei Tage diesen Betrag bereits zusammen. Die Community hat in den insgesamt 30 Tagen, in denen für dieses Projekt gesammelt wurde, bereits über 1,5 Millionen US Dollar gespendet!

Die Entwickler haben dabei ständig auf die Community gehört, Wünsche und Anregungen entgegengenommen und neue Ziele festgelegt, bei deren Erreichen mehr der Wünsche der zukünftigen Spieler realisiert werden würden. So wurden Übersetzungen in verschiedene Sprachen ermöglicht, eine native Mac und Linux Version des Spiels, es konnten die Komponisten der Soundtracks der früheren SNES und Sega Genesis (Mega Drive) Spiele gewonnen werden und vieles vieles mehr.

Persönlich finde ich die Idee des Crowd Funding sehr interessant, da es in Zeiten des Internet damit auch kleinen Unternehmen ermöglicht wird, eigene Projekte zu realisieren. Neben Autoren, die im Eigenverlag produzieren oder Musikern und Videomachern, die das WWW als Plattform zur Verbreitung ihrer Werke entdeckt haben ist es nun beinahe jedem Möglich, seine Ideen einer breiten Masse vorzustellen – und bei Interesse eines möglichen Kundenstammes zu verwirklichen. Ob Crowd Funding die Zukunft ist oder nur ein weiterer kurzlebiger Trend wird sich erst weisen – aber ich bin guter Hoffnung.

Skyrim – 3D Map Veränderung – Update

Für alle, die Skyrim auf dem PC spielen hier ein kleiner Tip, um die Weltkarte praktischer zu machen:

Update: Öffnet C:\<USERNAME>\Dokumente\My Games\Skyrim – dort findet ihr die Skyrim.ini. – Danke an Maxl für die Korrektur, hatte beim Pfad einen Variablendreher drin!

Sucht dort den [MapMenu] Eintrag – ist er nicht da, kopiert folgenden Teil ganz hinten an die ini Datei dran, ist der Eintrag da ändert die Werte entsprechend, sodass sie mit denen hier übereinstimmen.

[MapMenu]
//uLockedObjectMapLOD=0
//uLockedTerrainLOD=0
bWorldMapNoSkyDepthBlur=1
fWorldMapNearDepthBlurScale=0
fWorldMapDepthBlurScale=0
fWorldMapMaximumDepthBlur=0
fMapMenuOverlayNormalStrength=2.2000
fMapMenuOverlayNormalSnowStrength=0.8000
fMapWorldMaxPitch=360.0000
fMapWorldMinPitch=0.0000
fMapWorldYawRange=3600.0000
//fMapWorldTransitionHeight=130000.0000
fMapWorldMaxHeight=130000.0000
fMapWorldMinHeight=130.0000
fMapWorldCursorMoveArea=0.9000
fMapWorldHeightAdjustmentForce=100.0000
fMapWorldZoomSpeed=0.1500
fMapLookMouseSpeed=3.0000
fMapMoveKeyboardSpeed=0.0005
fMapZoomMouseSpeed=5.0000
sMapCloudNIF=0

Was macht diese Veränderung?

Die Wolken in der Weltkarte verschwindet, man kann DEUTLICH näher heranzoomen, sodass man nicht dreimal um einen Berg rumlaufen muss, um zu sehen, wie man zu dem Wegpunkt hinauf kommt … und wems nicht gefällt, der löscht den MapMenu Block wieder – keine Gefahr, das Spiel kaputt zu machen.

Wem das Gezoome mit dem Mausrad zu langsam is, der kann den Eintrag unter fMapWorldZoomSpeed auf 0.2000 oder 0.2500 oder so ändern – das muss man ausprobieren was einem liegt. Und falls doch jemand die Wölkchen so toll gefunden hat aber trotzdem näher ranzoomen können möchte, einfach den sMapCloudNIF auf 1 setzen.

Pandas im Nebel

Im September 2011 gelang es einem österreichischen Kamerateam ein paar Schnappschüsse einer der seltensten Spezies unserer Welt zu schießen – dem Französischen Panda (Ailuropoda melanoleuca francus), besser bekannt als “Sad Panda”. Gerüchten zufolge soll der Sad Panda eine Gegend in Frankreich bewohnen, jedoch galt er seit Jahren als ausgestorben und Berichte von Panda-Begegnungen galten als bloße Ammenmärchen.

Archivbild aus dem Buch “Wildtiere Lothringens”, veröffentlicht im Februar 1921:
Ailuropoda melanoleuca francus

“Es war als würde ein Traum wahr werden”, sagt Kameramann t, der glücklicherweise seine Kamera dabei hatte als er und sein Team dieser scheuen Kreatur begegneten. “Wir waren gerade in einem urbanan Teil Oberösterreichs unterwegs als wir ihn in einiger Entfernung sahen. Es versteckte sich in einem nebeldurchwaberten Gebäude der Stadt Linz. Dies ist gleichzeitig auch ein Beleg der Theorie, dass der Sad Panda keine ortsgebundene Kreatur ist sondern im Lauf seines Lebens große Distanzen überwindet. Wir wussten natürlich, dass dies eine einmalige Gelegenheit war die wir wahrnehmen mussten, deshalb folgten wir ihm leise und vorsichtig.”

Der Sad Panda im Nebel

“Was wir sahen war einfach nur atemberaubend”, erzählt t weiter. “Vom Panda nahm man bisher an er wäre ein Einzelgänger und würde die Gegenwart anderer meiden, doch wir sahen ihn mit einer Herde sogeannter “Web Reviewer” (Channelous Awesomeous employeous) im Stadtgebiet von Oberösterreichs Hauptstadt.”

Der Panda in der Herde

“Es ging sogar so weit, dass der Panda mutig genug wurde, Annäherungsversuche an eines der Weibchen der Herde zu starten – und dabei eines seiner seltenen Lächeln im Zuge eines Paarungsrituals zeigte! Aber das Alphamännchen des Rudels, ein Prachtexemplar eines “Benzaieus Master Bateus” hat den armen Panda recht schnell verjagt.”

Der amouröse Panda

“Das arme Geschöpf wirkte eine Zeit lang wie am Boden zerstört – eine weitere Sache die wir bei einer so simplen Kreature nicht für möglich gehalten hätten – was sogar so weit ging, dass es sich mit einem Exemplar seiner hauptsächlichen Beute, einem gewöhnlichen Waliser (Welshyus Gingerus) abgab.”

Der Panda mit gebrochenem Herzen

“Dieser Friede war allerdings nur von kurzer Dauer, und schon nach wenigen Minuten verlangte die Natur ihr Recht und der Panda vertrieb den Welshy in einem Anfall tierischer Wildheit – war aber zu deprimiert um ihm nachzujagen, zur Strecke zu bringen und sich von seinen Überresten zu ernähren.”

Der wütende Panda

“Nach etwas, das sich wie nur wenige Minuten anfühlte aber wohl fast einen halben Tag gedauert hatte mussten wir schließlich Abschied nehmen. Diese seltene Naturschönheit beobachten zu können war einer der großartigsten Momente in meinem Leben! Als wir den Sad Panda in den Nebel verschwinden sahen aus dem er gekommen war waren wir alle sehr bewegt und dankbar dafür, Teil dieser einmaligen Begegnung gewesen zu sein. Es liegt in unserer Pflicht als menschliche Rasse Verantwortung zu übernehmen und dafür Sorge zu tragen, dass der Sad Panda seine Heimat in Frankreich und den umliegenden Regionen wieder bevölkern kann um es unseren Kindern und Enkelkindern zu ermöglichen in einer Welt aufzuwachsen, die diese bemerkenswertes Wesen nicht nur aus Büchern kennt.”

Der Sad Panda zieht von dannen

Nach all dem Unfug möchte ich mich noch persönlich bei den Jungs und Mädels des Channel Awesome Teams sowie den Leuten der AniNite’11 und des AniManga Vereins dafür bedanken, diesen Tag zu einem der Highlights des Jahres für mich gemacht zu haben – und besonders bedanken möchte ich mich bei Sad Panda, der mir erlaubt hat diesen Unsinn zu schreiben und darin die Hauptrolle zu übernehmen. Ihr alle wart einfach nur großartig und ich hoffe sehr, euch nächstes Jahr auf der AniNite wiederzusehen!

AniNite’11 – ein Rückblick

Seit gut einem Monat ist sie nun rum, die AniNite’11. “Doch halt”, wird der geneigte Leser nun ausrufen, “AniNite? Wovon sprichst du, werter t?”

So will ich denn erläutern, womit ich im September fast eine Woche meines Lebens zugebracht habe. Die AniNite ist eine Anime- und Manga Convention, die alljährlch in Österreichs Hauptstadt stattfindet. Viele viele Verrückte aus der ganzen Welt treffen sich hier um sich über eines ihrer liebsten Hobbies zu informieren und auszutauschen: Die bunten, teils animierten Bildchen aus Japan, die lustige, spannende, traurige und manchmal auch erotische Geschichten zu erzählen wissen, wie es viele westliche Erzählformen nicht können.

Viele assoziieren mit Anime und Manga entweder kleine Mädchen in Schuluniformen oder sabbernde alte Männer, die auf selbige Mädchen stehen – doch mitnichten, Animes und Mangas haben längst den Einzug in alle Kultur- und Altersschichten geschafft. Auch sind die “Schmuddelstories” nur ein Teil des Kultes – viele Geschichten sind durchaus als moderne Märchen zu verstehen und haben keinen oder nur geringen erotischen Inhalt. Das Durchschnittsalter der Besucher dieser Convention lag meiner Schätzung nach bei um die 20 Jahre – aber es waren durchaus auch viele interessierte “ältere Semester” dabei, die sich auch die Wettbewerbe wie AMV oder Cosplay begeistert angesehen haben.

Wie, wird sich der Leser möglicherweise Fragen, verschlug es aber dich, oh t, auf jene AniNite? Nun – ich hatte den ersten Kontakt zur AniNite letztes Jahr – allerdings nur als Gast. Da ich sehr viel Spass hatte und sich durch Zufall herausstellte, dass einer meiner Kollegen einer der Hauptorganisatoren der Convention ist unterhielten wir uns immer mal wieder eingehend darüber. Eins fürhte zum anderen und schon stand ich in gelbem T-Shirt als einer der Securities auf der Convention herum, passte auf, dass alles mit rechten und auch linken Dingen zuging und half sowohl beim Auf- als auch beim Abbau.

Zu einem Wort zusammengefasst würde ich die AniNite und den Ablauf etwa wie folgt umschreiben: chaotisch, anstrengend, heiss, spannend, abwechslungsreich, chaotisch, lustig, anstrengend und chaotisch. Würde ich es wieder machen? Nun, das kommt darauf an, ob ich nächstes Jahr noch erwünscht bin. Von meiner Seite aus kann ich nur mit einem lauten “JA!” antworten – ich hatte schon lange nicht mehr soviel Spass wie an diesen Tagen.

Mag es auch anstrengend und chaotisch gewesen sein, so ist das doch bei jeder Veranstaltung größeren Ausmaßes so – und die neue Location (die AniNite war dieses Jahr zum ersten Mal in der Technischen Universität Wien) tat ihr übriges dazu. Das Team war aber durch die Bank nett und lustig und es hat sehr viel Spass gemacht mit ihnen allen zusammenzuarbeiten!

Auch war es großartig, die Stargäste persönlich kennenzulernen, als da waren: You Higuri, Tsutomu Nihei, Hans Canosa, Doug Walker aka “The Nostalgia Critic“, Noah Antwiler aka “Spoony“, Benjamin Daniel aka “Benzaie“, Julien Diaz aka “Sad Panda” and Mat Wiliams aka “Welshy” vom Channel Awesome / thatguywiththeglasses.com, die allesamt aufgeschlossene, nette Leute sind – und das obwohl einige Franzosen sind!

Ich für meinen Teil freue mich schon aufs nächste Jahr und kann es kaum noch erwarten!

The english – we has it!

Werte Leserschaft!

Es freut mich bekannt zu geben, dass ich meinen Blog fürderhin bilingual führen werde. Dies hat zwei Dinge zum Zweck. Ad primo könne so auch meine englischsprachigen Freunde meinen Ausführungen und Gedanken folgen und ad secundo bleibe ich so in Übung was die Sprache der Angelsachsen angeht.

Freut euch also mit mir und frohlocked – ab nun gibt’s die doppelte Dosis t!

Change is not always a good thing!

Werte Leserschaft!

Ich kann ja nicht erahnen, wie ihr das seht, aber als Barack Obama mit “Change!” geworben hat, da haben doch die gesamten US of A gejubelt – und die restliche Welt hat mitgejubelt! Endlich Veränderung! Veränderung ist gut! Veränderung ist positiv!

Well I call bullshit! Veränderung um der Veränderung Willen ist nicht gut, ist nicht positiv sondern ist ein billiger Versuch, von Wesentlichem abzulenken. Ich will jetzt auch garnicht ins Politische gehen, das haben klügere Leute vor mir getan und werden dümmere Leute nach mir noch tun – und vice versa. Ich möchte zwei ganz anschauliche Beispiele erbringen, die in den letzten Tagen durchs Internetz kursiert sind, dem Argusauge der Leserin dieser Zeilen aber eventüll entgangen sein mögen.

Da wäre zum einen der Re-Re-Re-Re-Re-[...]-Re-Release der “Star Wars” Reihe vom Lucas Schurli. George Lucas hat sich ja in den letzten Jahren nicht zwangsläufig mir Ruhm bekleckert (wie man in doitschen Landen so schön sagt) was seine Film-Release-Politik angeht. Alte Filmklassiker werden immer und immer wieder released, auf VHS, VHS Digital Remastered, DVD, DVD Digital Remastered, DVD Director’s Cut … und jetzt die BluRay Box. Doch was muss der verzweifelte, von einer Enttäuschung nach der anderen gebeutelte Cineast da lesen? Nach diversen Änderungen (Han shot first, goddamnit!) und Anpassungen an die Episoden I – III (Sebastian Shaw war Anakin, nicht das Christensen-Milchbubi!) kommt nun der nächste Schlag ins Gesicht: Darth Vaders Szene beim Endkampf zwischen dem Imperator und Luke wird verändert. Vader, einer der ultimativen Bösewichte, stand lange Zeit für die Personifizierung des Bad Guys. Emotionslos, kalt, berechnend, zielorientiert erfüllte er die Aufträge von Emperor Palpatine und ging dabei über viele, viele, viele Leichen. Genau das machte aber die überraschende Wandlung seines Charakters umso emotionaler, überraschender und einfach besser! Warum nur, George? Warum?

Eine zweite Sache wäre die Veränderung, die von DC an Superman vorgenommen wurde. Wie an anderer Stelle erwähnt bin ich nun wirklich kein Fan vom Wonderboy von Krypton, im Gegentum, meist langweilte er mich. Ich gebe zu, die Lois und Clark Serie habe ich auch halbwegs regelmässig verfolgt, was aber wohl daran lag, dass zu ihrer Sendezeit nix anderes im TV lief. Seis wie es sei, für den Comicnerd von heute ist Superman trotz allem ein Begriff, der zu Comics gehört wie Druckerschwärze, Papierschnitte und völlig überteuerte Preise in Europa. Was also reitet die DC Granden nun, sein Aussehen zu verändern?! Superman sah in seinem Kostüm so wie er war gut aus – naja, so gut man halt in blauem Spandex mit roter Unterhose und rotem Cape aussehen kann. Über Jahrzehnte hinweg war DAS der Inbegriff eines Superhelden und selbst die breite Masse der Nicht-Comicleser hat bei Superheld dieses Bild vor Augen gehabt! Warum also musste sein Kostüm nun verschlimmbessert werden? Die rote Unterhose war Teil meiner Jugend, Teil der Jugend von abertausensen Comic-Fans (und auch Quell für Häme und Spott in diversen Satire-Magazinen, keine Frage).

Ganz einfach. Weil Kontinuität heutzutage viel zu oft mit Stillstand gleichgesetzt wird. Und Stillstand ist der Feind unserer Wirtschaft. Wer still steht ist nicht produktiv, wer nicht produktiv ist ist faul, wer faul ist schmarozt – und wer schmarozt der ist ein unwürdiges Geschmeiss in unserer heutigen Gesellschaft. Dieses Denken trägt Schuld daran, dass wir armen Nerds, die wir hunderte und tausende unserer hart verdienten Euro in minderwertige Re-Releases stecken müssen und uns blaue Schuppenrüstung auf kryptonischer Haut unsere Retinas versengt. Und kommt mir jetzt keiner mit dem Argument: “Du musst es dir ja nicht kaufen / ansehen / durchlesen.” Wer mit dieser Argumentation zu beginnen versucht hat nicht verstanden, was einen wahren Nerd ausmacht – und sich somit aus der Diskussion um diesen Nerdrage bereits selbst disqualifiziert!

’nuff said – ich geh jetzt mal die Bestellung aufgeben …

GamesCom 2011

Und es begab sich zu jener Zeit, dass t zusammen mit seinen Gefährten auszog, um das Land Deutschland und die Stadt Köln für sich zu erobern und Einzug zu halten in den geheiligten Hallen der Kölnmesse um sich im Glanz der neu zu releasenden Spiele verschiedenster Hersteller zu sonnen … die GamesCom stand wieder ins Haus. Da sich ein Nerd ohne sonstige Hobbies Junggeselle mit zuviel Freizeit eingefleischter Spieleenthusiast dies natürlich nicht entgehen lassen kann, wurde also im Freundes- und Kollegenkreis herumgefragt, -mailt und -telefonaniert um hernach im Rudel, oder für Deutschland passender in der Rotte (Kleiner Scherz am Rande! Bitte nicht sofort den Landesschutz verständigen – dieser Ausdruck erfüllt noch nicht den Tatbestand der Wiederbetätigung!), Tickets zu kaufen, zum Flughafen zu eilen und sich einen Tag lang die schönsten Messebabes Spiele-Neuerscheinungen Europas anzusehn.

GamesCom Eingang

Was soll ich sagen – es war eigentlich wie immer: interessant, lustig, genial, anstrengend. An einem Tag die gesamte GC abzuklappern ist zwar ein straffes Programm, aber durchaus machbar – und zwei Tage wären mir einfach zuviel. Dank meines Jobs konnte ich ausserdem am Fachbesucher-Tag bereits rein, was bedeutet, dass weit weit weit weniger pickelgesichtige, ungewaschene, fetthaarige Kellerkinder Computerspielfans die Hallen unsicher machten und so den langsam-reagierenden, alten, übergewichtigen und ergrauenden Leuten Langzeit-Zockerfreunden mehr Zeit und Platz blieb, um sich in aller Ruhe über die Neuerungen im Games- und Hardware-Sektor zu informieren.

Anno 2070 angespielt

Anno 2070 (auf dem Bild oben), The Elder Scrolls V: Skyrim, Battlefield 3, Star Wars: The Old Republic, Ace Combat, Mass Effect 3, Defense of the Ancients 2, und viele mehr sahen richtig gut aus, auch wenn ich mit einigen Präsentationen nicht ganz zufrieden war. So war etwa die Skyrim Show dem Spiel unwürdig, wurde doch auf einer gut 120 Zoll Leinwand die XBox 360 Version gezeigt, deren Grafik, vor allem auf diese Größe aufgeblasen, verglichen mit der PC Version sehr pixelig war. Auch wurde eine vorher aufgezeichnete Spielsession gezeigt, die von einer nur moderat vorbereiteten Kommentatorin synchronisiert wurde … zeitlich nicht immer passend und teils einfach falsch.

Wie bei jeder Show, die für Nerds und solche dies werden wollen abgehalten wird durften natürlich zwei wichtige Elemente nicht fehlen: Autos und Frauen. Hier muss ich den Leser enttäuschen: Die Bilder mit den Mädels wurden allesamt nix, weil immer irgend so ein blöder, rücksichtsloser Arsch anderer Messebesucher im falschen Moment durchs Bild gelaufen ist – aber zumindest eines der ausgestellten Gefährte kann ich ich präsentieren – ein Custom Build des Wagens, der im Film “The Green Hornet” zum Einsatz kam:

Green Hornet

Was mich etwas gewundert hat bei der diesjährigen GC war die auffallende Abwesenheit von Konsolentiteln. Damit will ich nicht sagen, dass garkeine Games für Konsoleros vorhanden waren, aber verglichen mit der Präsenz der PC-Spiele waren für die Microsoft, Nintendo und Sony Produkte eher wenig Stände vorhanden. Natürlich gab es viele Multi-Plattform Titel, aber kaum exklusives. Hardwaretechnisch war die Enttäuschung sogar noch größer – viel zu wenig PS Vitas, garkeine Wii U und der Großteil der Move- oder Kinect-Games waren irgendwelche dämlichen Tanzspiele … YAY! Ich steh allein vorm Fernseher und hüpfe wie ein Affe herum um davon dann noch ein Video von mir ins Internetz zu stellen – ich bin sooooo cool … not! Ein paar Titel sahen aber wie erwartet sehr genial aus – allen voran Batman: Arkham City.

Batman: Arkham City

Ein besonderes Gustostückerl war mal wieder, mit einem guten Freund auf der GC zu sein, der als Community Mitarbeiter für EA arbeitet. Es fällt äußerst schwer das Gefühl puren Hasses zu beschreiben, das einem entgegenweht, wenn man an einer drei Stunden Warteschlange bei Mass Effect oder Battlefield 3 vorbeigeht und sich dann dieser Dialog entspinnt:

Mein EA-Kumpel: Wir würden uns das Game gerne ansehen.
EA-GC Mensch: Kein Problem – einfach hinten bei der Schlange anstellen, dauert aktuell ca. 3 Stunden.
Mein EA-Kumpel, während er die EA-Badge vorzeigt: Wir würden uns das Game gerne ansehen.
EA-GC Mensch: Gerne doch, kommt rein. *und lässt uns an der Schlange vorbei*

Besonders beim Star Wars: The Old Republic Stand war der Hass stark zu spüren – und einige Jedis sind wohl an diesem Tag auf die dunkle Seite der Macht gewechselt … zum Glück wurden wir aber weder gewürgt noch per Machtblitz gebritzelt.

Auf dem Rückweg in heimatliche Gefilde hat ein Arbeitskollege am Flughafen Düsseldorf dann noch eine besonders tolle Gerätschaft entdeckt:

MediaMarkt Automat

Ganz recht werte Leserschaft, es handelt sich hier um einen Automaten einer Elektro-Handelskette. Bei selbigem war es möglich, vor dem Abflug nach der Security Untersuchung (bei der bei einem meiner Kollegen ein Messer, dessen Besitz nach deutschem Waffenrecht strafbar ist gefunden wurde, das am Flughafen Wien aber offenbar keinen gestört hat) Elektroartikel wie Zahnbürsten, iPods, Sony PSPs oder auch eine 500GB USB3 Festplatte zu kaufen … denn Fanta kann ja jeder aus dem Automaten ziehn …

 

Orange – mehr als eine Farbe

Nein, es geht heute nicht um Sportler aus den niederen Landen, die mit turnbeschuhtem Fuß ein unschuldiges Schweins- oder Rinderlederrund über einen Rasen- oder Hallenplatz treten und dabei vor johlendem Plebs versuchen, selbiges in ein weißes, benetztes Rechteck zu bugsieren. Wer mich kennt, der weiß, dass mich selbige Sportart nur dann interessiert, wenn ich damit Menschen um mich herum provozieren kann.

Dies gelingt beispielsweise während Europa- oder Weltmeisterschaften hervorragend, wenn man in der Hauptstadt Österreichs mit Deutschland T-Shirt herumläuft. Die Blicke, die einem dabei zugeworfen werden, lassen darauf schließen, was der Werfer gerne tun würde – bewegt man sich doch quasi als Feind in der Höhle des Löwen. Auch bei Unterhaltungen mit Fans eines der lokal ansässigen Fußballvereine, namentlich SK Rapid Wien und FK Austria Wien, ist es unterhaltsam, prinzipiell immer positives über die “Feindmannschaft” zu verlieren und an der vom Gegenüber unterstützten Mannschaft einem Epilliergerät gleich kein gutes Haar zu lassen – wenngleich das durchaus von verbalen Disputen weg- und zu physischen hinführen kann. Allein, was tut man nicht alles für einen Lacher – auch wenn man selbst der einzige ist, der lacht.

Doch zurück zum Thema: Wenn also nicht die “Oranjes” gemeint sind, worum geht’s in der heutigen “Wall of Text” dann?

Hierum:

Ich möchte heute eine Lanze brechen für ein paar unbesungene Helden des Alltags: Die, meistens, freundlichen Herren und in seltenen Fällen auch Damen in oranger Uniform. Seien es Straßenkehrer oder auch “die 6 von der Müllabfuhr” – wir nehmen sie im besten Fall teilnahmslos wahr, im schlimmsten Fall fluchen wir laut vor uns hin wenn wir in unserer Droschke sitzen und das Heck eines Mülllasters anstarren, der sich in scheinbar nur geologisch messbarer Geschwindigkeit fortbewegt – und ich nehme mich hiervon leider nicht aus.

Der Anlass für diese Huldigung ist einfach erklärt: Ich durfte heute ein Gespräch belauschen, bei dem sich zwei beanzugte, gelackte, geschniegelte und gebügelte Yuppi-Bänker-Typen mit geschätzt fünfstelligem Einkommen und einstelligem Intelligenzquotienten und der Sozialkompetenz einer Wasserleiche darüber mokierten, dass ein ehemaliger Klassenkamerad nun bei der MA 48 als Straßenkehrer tätig wäre – und das es eine Frechheit wäre, welche Gehälter die MA 48 den Straßenkehrern und “Mistküblern” bezahlt.

Die werten Herren vergaßen dabei allerdings, dass diese Tätigkeiten Knochenarbeiten sind. Die “orangenen Engel” gehen ihrer Arbeit bei jedem Wetter nach, brütende Hitze, eisiger Frost, Schneegestöber oder Monsun – sie gehören zum Stadtbild jeder Großstadt wie Kraftfahrzeuge, Straßenlaternen und McDonald’s Filialen. Die Arbeit ist anstrengend, der Gesundheit nicht zwangsläufig zuträglich und wird von der Allgemeinheit nur gering geschätzt. Was passiert, wenn dieser “niederen Arbeit” nicht nachgegangen wird, durfte und darf man bis heute noch im schönen Neapel bewundern:

Müllberg in Neapel, Quelle: www.faz.net

Müllberg in Neapel, Quelle: www.n24.de

Der Gestank in der Stadt war bestialisch, die hygienischen Zustände eine Katastrophe und der Schaden, der der Stadt direkt durch die Gärgase und -säfte und indirekt durch ausbleibenden Tourismus, Verkehrsprobleme und Krankmeldungen der Einwohner entstand, ist immens.

In heimischen Gefilden gehen die “Freunde aus dem Fanta-Land” (Zitat: Roland DüringerBenzinbrüder) klaglos und stoisch ihrer Arbeit nach. Für sie ist es nur ein Job wie jeder andere – für die meisten von uns ist es eine Tätigkeit, die wir niemals tun würden, die wir nicht wertschätzen und über deren Ausführende wir uns oft ärgern.

Wenn wir also demnächt mal wieder hinter einem Müllwagen stehen und uns drei oder auch sieben Minuten unserer kostbaren Zeit gestohlen werden, laßt uns daran denken, was wir diesen Menschen verdanken, lasst uns das Lied der “Sechs von der Müllabfuhr” pfeifen und dann beim Vorbeifahren den Damen und Herren ein freundliches “Danke vielmals für eure Arbeit” zurufen – das kriegen die nämlich viel zu selten zu hören.

t² – wie kommts?

Hallo Welt!

Was als Standardspruch jeder WordPress Blogsoftware Installation und als erstes Echo eines jeden Programmierers recht ist sollte mir dann ja wohl billig sein, nicht wahr? Ja – warum also t²? Woher der Name samt “Untertitel” und wieso überhaupt ein weiteres Blog in der Blogosphere? Rollen wir die Sache doch mal von hinten auf.

Warum ein weiteres Blog wo es doch schon so viele im Weiten Web dieser Welt gibt?

Weil ich Bock drauf hab! Seit dem unfreiwilligen Exitus meines alten Blogs hatte ich immer wieder das Bedürfnis verspürt, meine Gedanken schriftlich festzuhalten, sie aus meinen Fingern und meinem Gehirn zu erbrechen und in Worte zu fassen. Zu vielen Dingen muss ich einfach einen Kommentar abgeben – wer mich kennt kann das mit Sicherheit bestätigen und hat sich schon oft darob den Kopf an der Tischplatte blutig geschlagen gefreut!

Und wie kommt man dann auf “t² – life squared” ?

t² einfach deshalb, weil, wie im Impressum ersichtlich, sowohl mein von meinen Eltern gewählter Vor- als auch von meinen Ahnen vererbter Nachname mit dem zwanzigsten Buchstaben des in mitteleuropa gebräuchlichen Alphabets beginnen – dem T – und t*t ist bekanntlich t².

Das Urban Dictionary definiert “a square” wie folgt: “A noticeably unhip, mainstream individual, a straight. Someone either ignorant or disinterested of underground subcultures. The antithesis of a hipster.” Da ich mich selbst weder als “hip” noch als “in den underground subcultures” befindlich sehe, trifft das wohl zu großem Teil auf mich zu – einzig dem Mainstream sehe ich mich nicht zwangsläufig zugehörig.

Witziger Weise bezeichnet aber “squared” laut Urban Dictionary: “To a higher degree, used as an intensifier.” Während ein Wort substantivisch also benutzt wird, um etwas einfaches, langweiliges zu bezeichnen, wird es adjektivisch benutzt, um etwas zu verstärken, bekräftigen.

Diese Dualität konnte nicht ungenutzt brach liegen, vor allem, da in der Mathematik “squared” soviel wie “mit sich selbst multipliziert” bedeutet – eine Zahl oder Variable wird also zwei Mal benutzt – womit sich der Kreis zur Dualität und zu t² wieder schließt. Da ich eine Affinität sowohl zur Sprache als auch zur Mathematik empfinde, die über das Erotische hinaus schon beinahe ins Pornografische geht drängte sich der Titel quasi von selbst auf.

Somit also die kurze Entstehungsgeschichte von “t² – life squared”. Mehr über t, den Autor und Betreiber dieses Blogs wird es in einem der zukünftigen Beiträge geben – so bis dahin Cthulhu noch in R’lyeh ruht. In diesem Sinne: Iä! Iä! Cthulhu Fhtagn!

Update: Wie ich erfahren habe, versteht man unter einem t-square ausserdem ein technisches Zeicheninstrument, das in seiner Größe von 18 bis 48 Zoll variiert. Leider muss ich die Damenwelt enttäuschen, ich kann weder 18 noch 48 Zoll worweisen. :(